RFT Funkgerät UFS722 für das 2-Meterband

Umbauanleitungen auf das Amateurfunkband sind ja nun massig im Internet für dieses Gerät zu finden. Deshalb will ich auch nicht mehr näher darauf eingehen. Aber auf die individuelle gestaltung der Funktionen , deren Bedienung und zu guter letzt noch technische Verbesserungen.

In meinem Fall habe ich das Gerät rufbar ausgelegt , um auf dem Hauskanal immer errreichbar zu sein. Das ZVEI-Rufsystem kann auf einen beliebigen Code programmiert werden. Allerdings ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen ob der Lautsrecher ein- oder ausgeschalten ist.   Deshalb habe ich in die Frontplatte eine grüne LED eingebaut.

Die Kanalumschaltung habe ich auf prompte übernahme ohne drücken der Speichertaste verändert. Der Umschalter zwischen Kanalanzeige "aktuell gespeichert" - "aus" - "aktuell eingestellt" dient jetzt der umschaltung von 25 KHz auf 12,5 KHz Raster. Für die Kanalanzeige habe ich eine grössere Siebensegmentanzeige eingebaut und zu guter letzt ein im Frequengang optimiertes Handmikrofon. Den Ruf habe ich auf 2 verschiedene Tasten gelegt. So habe ich die Wahl zwischen Tonruf für Relaisbetrieb oder Selektivruf.

Was mich noch stört ist die doch eher mässige empfindlichkeit des Empfängers. Ein umpfangreicher Umbau wäre mir aber zu aufwendig , zumal das Gerät ja noch halbwegs RFT bleiben soll. Aber ein Optimiertes RX-Eingangsteil würde schon Wunder wirken. Also habe ich erstmal rumexperimentiert und habe festgestellt das da enorme Steigerungen möglich sind. Also fliegende Verdrahtung wieder abgebaut und eine Schaltung entworfen. Dabei bin ich von vornherein auf die verwendung von Dual-Gate-Fets ausgegangen. Der BF981 ist für solche Anwendungen aufgrund seiner rauscharmut bei hoher Verstärkung ideal. Das Originale Eigangsteil fliegt raus und meins kommt rein. Die Leiterplatte entworfen und  fertig geätzt ,nun nur noch in den nächsten Tagen bestücken. Hier das Gerät und die geätzte Platine unter der  Originalen.

 

Stand 07.12.2009 ............................

14.12.2009 Nun ist es vollbracht. Kontroversen hin oder her - ob sich die fummelei lohnt. Jetzt kann ich getrost  Empfänger sagen ,ohne den  Mund zu voll zu nehmen.Erstaunlich was da rauszuholen ist. Die Arbeit hat das ganze Wochenende in anspruch genommen. Die schlimmste fummelei war die Filterspulen zu wickeln. Meine Berechnungen stimmten zum Glück und so konnte ich nach dem Aufbau gleich zum Abgleich übergehen. Die BF981 machen schon was her gegenüber den KT-Typen. Die Selektion habe ich etwas aufwendiger gestaltet, was mir starke Stationen im BOS-Bereich (die übrigens durch die Grenznähe ausschließlich von  polnischer Seite kommen) raushält. Im vergleich zu einer Originalbelassenen(die vorher auf gleiche Leistung verglichen wurde) ist der Unterschied umwerfend. Was jetzt leicht verrauscht ankommt ist mit der Originalen selbst mit geöffneter Rauschsperre nicht zu empfangen !

Die Fertige Platine  im Gerät ........     Das Spulenwickeln ist etwas zermürbed ...........

 

Aber es lohnt sich! Nun noch die anderen Platinen fertig machen (die ich in weiser Vorraussicht schon geätzt hab),einige Funkfreunde haben nämlich schon angefragt  "ob sie auch sowas haben können" !   

 

Zudem ist die Platine ja ein komplettes Eigangsteil samt Mischer. Lässt sich somit auch in andere Empfäger einbauen ,sofern der Platz dafür vorhanden ist. Hier sind die Maße passgenau für die UFT 72er-Reihe gemacht ,also 145 mm x 35 mm . Würde also auch in ein Gerät der U 600-Reihe passen. Lediglich das Ausgangsfilter müsste von 18 MHz auf 10,7 MHz verändert werden. Dazu braucht man nur einen Kondensator von 180 pF parallel zum Ausgangsfilter oder ein vorhandenes Spulenfilter einlöten.

Also dann 73 von Jörg DF1JSF

Nachtrag 18.12. 2009 : 

Heute hatte ich die Möglichkeit eine genaue Messung zu machen. Bei 0,2 µV Eingangsspannung habe ich einen Signal-Rausch-Abstand von 14 dB !