Teil 2

Nun zum Bedienteil.

 

Der Kanalwahlschalter übernimmt über eine Diodenmatrix  die BCD-Codierung für die PLL und gleichzeitig für die Frequenzanzeige.Als Bedienschalter nehme ich drei beleuchtete eigenbau Taster.

v.l.n.r.       rot....   Rufton   -  mitte... revers  -  blau.... Rauschsperre         

Die Relaisablage schaltet sich automatisch . Die Taste für Revers ist nur auf den Relaiskanälen aktiv und nicht rastend gemacht. So kann nicht ausversehen auf der Ausgabefrequenz gesendet werden. Beim betätigen der Reverstaste wird automatisch die Rauschsperre geöffnet.      

( Baufortschritt : 27.02.2009 , Fortsetzung folgt )

 

• Fortsetzung 04.03.2009

Die Stromversorgung habe ich mit 2 Netzteilen realisiert. Da bei den Geräten Plus die Masse ist war das die einfachste Lösung. Ein NT mit 24 Volt Plus an Masse aus dem auch die benötigten 12 Volt Plus an Masse erzeugt werden. Das 2. NT hat 12 Volt Minus an Masse. Damit wird die PLL und die anderen zusätzlich eigebauten Baugruppen versorgt. Anfags war der Gedanke alles aus einem NT zu versorgen. Dabei hätte ich aber alle nachgerüsteten Baugruppen ,durch die unterschiedlichen Massepotentiale galvanisch vom Hauptgerät trennen müssen.

Moduliert wird wird hier die PLL ,ohne Mischung etc . Der originale Modulationsverstärker ist vom Prinzip her verwendbar. Hat aber einen stark eingeschränkten Frequenzgang. Ich habe  mir nicht die Mühe gemacht diesen umzubauen und einen neuen konzipiert. Dabei habe ich besonderen Wert auf eine natürliche ,runde und nur wenig komprimierte Sprachwiedergabe gelegt. Die einstellung des Nenn-u. Spitzenhubes und des Begrenzungseinsatzes ist etwas schwierig ,wird aber durch eine dynamikreiche angenehme Modulation belohnt. Durch die geringe Komprimierung sind auch etwas lautere Hintergrundgeräusche kaum zu hören.

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Der eigebaute Lüfter ist über Vorwiderstände ,die ich so gewählt habe das er gerade anläuft , an 12 Volt angeschlossen. Dadurch ist er sehr leise. Eine Temperatursteuerung ist noch in überlegung und werde ich irgendwann mal nachrüsten.

Beim wechsel zu senden und empfang b.z.w. umgekehrt ist ein knacken  im Lautsprecher zu hören. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig. Bedingt ist dies durch das Konzept der Umschaltug. Anfangs habe ich über eine Softmuting nachgedacht ,aber dann doch darauf verzichtet.

Der Lautstärkeschalter im Bedienteil ist vom verhalten her abhängig von der ohmigkeit des verwendeten Lautsprechers. Es kann auch ein elktronisches Poti eingebaut werden ,das dann direkt auf der NF-Platine untergebracht wird. Dort befindet sich ein Einstellregler mit dem ich die Grundlautstärke nachgestellt habe. Da die Geräte ja auch in lauter Umgebung genutzt werden sollten ,ist dieser ziemlich weit aufgedreht und kann etwas zurückgenommen werden.

Der Einstellregler für die Rauschsperre befindet sich gleich am Eingang der NF-Platine. Die wird einfach so eingestellt das sie gerade anspricht. Die Steuerspannung für die Rausch-LED wird an der Verbindung Widerstand 187 - 169 abgenommen und hochohmig einem Schalttransistor zugeführt. Ist es zu niederohmig ,wird die Rauschsperre unzuverlässig.

Der erste Mischer hat eine Verdreifacherstufe die die Quarzfrequenz umsetzt.Aus dieser wird einfach nur der Transistor entfernt ( sonst zusätzliches Rauschen ) Am übriggelassenen "Kollektorbein" wird die Ozillatorspannung zugeführt. Dann folgt noch ein selektiver Verstärker. Sollte der Ausgangspegelpegel der PLL sehr hoch sein geht man dahinter ran. Wobei mit diesem Transistor dann genauso verfahren wird wie mit dem Vervielfacher.

Im Sendeteil geht man hinter die Vervielfacherstufen an den Teiber. Den Transistor 343 sowie alle Bauelemente davor , habe ich entfernt ,und das Signal an seinem ehemaligen Kollektor eingespeist. Sollte der Pegel der PLL nicht ausreichen um die maximale Sendeleistug zu erreichen ,kann der Transistor 343 als Verstärker benutzt werden. Da der aber als Vervielfacher arbeitet , müssen die Widerstände auf der Platine neu berechnet und geändert werden ,damit er im linearen Bereich arbeitet. Zusätzlich müssen das Filter Sp354 sowie die Kondensatoren C 368 - 369 - 370 entfernt werden. Der Widerstand W359 wird mit seinem nun offenen "Bein" an Masse gelötet. Das Signal wird dann über einen Kondensator und 47 ohm an die Basis von T 343 eigespeist. Auf jeden Fall anschließend das Sendespektrum überprüfen !

 

Die optische gestaltung habe ich im Stil der damaligen Zeit sehr schlicht gehalten. Und so sieht das Fertige Gerät aus.

   

Die drei Taster sind aus Plexiglasstäben in die jeweils eine LED eingearbeitet ist ( Schaft ausfräsen ..... viel Spass ! ) und am Ende Mikrotaster ,die oft in alten 386-PCs verwendung fanden ,befestigt sind. Zur Demo hab ich sie hier im Bild (li.) mal alle zum leuchten gebracht .    Fazit : ca. 600 Stunden Zeitaufwand mit Planung und experimentiererei    •  200 € Finanzaufwand  •  unheimliche Fummelei aber für Selbstbaufreunde ein lohnendes und dankbares Projekt. In Test-QSO's wurde ich immer wieder auf die gute Modulation angesprochen. Der RX hat eine gute empfindlichkeit und Großsignalfestigkeit (vergleich FT 897) . Besonders hervorzuheben ist der klare ,angenehm runde Klang des Empfängers. ( sofern die Gegenstation auch ein entsprechend gutes Signal sendet ) Eben noch gute alte analogtechnik . Die Kiste bekommt bei mir einen festen Platz im Shag ! Als Kabel zum Bedienteil dient ein Druckerkabel  , und ich habe einen Radius von 1,70 Meter um das Bedienteil b.z.w. das Hauptgerät günstig zu platzieren. Ich kann natürlich auch ein kürzeres o. längeres anstecken.

Also bis zum nächsten Projekt ..... 73 u. 55 von Jörg  DF1JSF   (Stand 04.03.2009)